Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

1. Befiehl du deine Wege

Liedtext

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first_line1. Befiehl du deine Wege
lyric1. Befiehl du deine Wege
Und was dein Herze kränkt,
Der allertreusten Pflege
Des der den Himmel lenkt!
Der Wolken, Luft und Winden
Gibt Wege, Lauf und Bahn,
Der wird auch Wege finden
Da dein Fuss gehen kann.

2. Dem Herrn mußt du vertrauen,
wenn dir's soll wohl ergehn,
auf sein Werk mußt du schauen,
wenn dein Werk söll bestehn.
Mit Sorgen und mit Grämen
und mit selbsteigner Pein
läßt Cott ihm gar nichts nehmen,
es muß erbeten sein.

3. Dein ewge Treu und Gnade,
o Vater, siehet recht,
was gut sei oder schade
dem sterblichen Geschlecht;
und was du dann erlesen,
das treibst du, starker Held,
und bringst zu Stand und Wesen,
was deinem Rat gefällt.

4. Weg hast du allerwegen,
an Mitteln fehlt's dir nicht;
dein Tun ist lauter Segen,
dein Gang ist lauter Licht.
Dein Werk kann niemand hindern,
dein Arbeit darf nicht ruhn,
wenn du, was deinen Kindern
ersprießlich ist, willst tun.

5. Und ob gleich alle Teufel
hier wollten widerstehn,
so wird doch ohne Zweifel
Gott nicht zurücke gehn.
Was er sich vorgenommen
und was er haben will,
das muß doch endlich kommen
zu seinem Zweck und Ziel.

6. Hoff, o du arme Seele,
hoff und sei unverzagt.
Gott wird dich aus der Höhle,
da dich der Kummer plagt,
mit großen Gnaden rücken.
Erwarte nur die Zeit,
so wirst du schon erblicken
die Sonn der schönsten Freud.

7. Auf, auf, gib deinem Schmerze
und Sorgen Gute Nacht.
Laß fahren, was das Herze
betrubt und traurig macht.
Bist du doch nicht Regente,
der alles führen soll;
Gott sita im Regimente
und führet alles wohl.

B. lhn, ihn laß tun und walten;
er ist ein weiser Fürst
und wird sich so verhalten,
daß du dich wundern wirst,
wenn er, wie ihm gebühret,
mit wunderbarem Rat
das Werk hinausgeführet,
das dich bekümmert hat.

9. Er wird zwar eine Weile
mit seinem Trost verziehn
und tun an seinem Teile,
als hätt in seinem Sinn
er deiner sich begeben,
und solltst du für und für
in Angst und Nöten schweben,
so frag er nichts nach dir.

10. Wird's aber sich befinden,
daß du ihm treu verbleibst,
so wird dein Jammer schwinden,
da du's am mindsten glaubst.
Er wird dein Herz entladen
von der so schweren Last,
die du zu keinem Schaden
bisher getragen hast.

11. Wohl dir, du Kind der Treue.
Du hast und trägst davon,
daß es dich ewig freue,
den Sieg, die Ehrenkron.
Gott gibt dir selbst die Palmen
in deine rechte Hand,
und du singst Freudenpsalmen
dem, der dein Leid gewandt.

12. Mach End, o Herr, mach Ende
mit aller unsrer Not;
stärk unsre Füß und Hände
und laß bis in den Tod
uns allzeit deiner Pflege
und Treu empfohlen sein,
so gehen unsre Wege
gewiß zum Himmel ein.
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LiedblattTrost und VertrauenChormusik; religiöses Lied / MusikSSA
FotokopieVertrauen auf Gott.ChormusikSATB
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