| lyric | 1. Brüder, zu den festlichen Gelagen hat ein guter Gott uns hier vereint; allen Sorgen lasst uns jetzt entsagen, trinken mit dem Freund, der's redlich meint. Da, wo Nektar glüht, valleralla, holde Luft erbl¨ht, valleralla! wie den Blumen, wenn der Frühling scheint.
2. Laßt uns froh die goldne Zeit durchschwärmen, hangen an des Freundes treuer Brust; an dem Freunde wollen wir uns wärmen, in dem Weine kühlen unsre Lust! |: In der Traube Blut, valleralla! trinkt man deutschen Mut, valleralla! wird der Mann sich hoher Kraft bewußt. :|
3. Nippet nicht, wenn Bacchus Quelle fließet, ängstlich an des vollen Bechers Rand; wer das Leben tropfenweis' genießet, hat des Lebens Deutung nicht erkannt: |: Nehmt ihn frisch zum Mund, valleralla! leert ihn bis zum Grund, valleralla! den ein Gott vom Himmel uns gesandt! :|
4. Auf des Geistes Iichtgewohnten Schwingen stürzt der Jüngling mutig in die Welt, wackre Freunde will er sich erringen, die er fest und immer fester hält. Bleibt die Meinen all bis zum Welteinfall, treu dem Freund auf ewig zugesellt! 5. Lasset nicht die Jugendkraft verrauchen, in dem Becher winkt der gold'ne Stern; Hoffnung lass uns von den Lippen saugen, Lieben ist des Lebens süsser Kern! Ist die Kraft versaust, ist der Wein verbraust, folgen. alter Charon, wir dir gern! |