| lyric | 1. Ich stand auf einem hohen Berg und sah ins tiefe Tal, da sah ich ein Schifflein schweben, darein drei Grafen war'n.
2. Der jüngste von den Grafen, der in dem Schifflein sass, er gba mir eins zu trinken, guten Wein aus seinem Glas.
3. Was zog er von dem Finger? Ein’n Ring von Gold so rot. „Nimm hin, du Hübsche, Feine, trag ihn nach meinem Tod.!“
4. Und als es war um Mitternacht, dem Grafen träumt so schwer, dass sein herzallerliebster Schatz ins Kloster ’gangen wär.
5. Und als es vor das Kloster kam, gar leise pocht er an und fragt nach der jüngsten Nonnen, die in dem Kloster wär’.
6. Sie kam herausgeschritten in ein’m schneeweissen Kleid, ihr Haar war abgeschnitten, zur Nonn’ war sie bereit. 7. Was hat sie in den Händen? Von Gold ein Becherlein. Er hat’s kaum ausgetrunken, springt ihm sein Herz entzwei. ___
Ich stand auf hohem Berge, sah nieder in’s tiefe Thal, en Schifflein sah ich fahren, darin drei Grafen war’n. ___
1. Ich steh auf einem hohen Berg, seh 'runter ins tiefe Tal, da sah ich ein Schifflein schweben, da sah ich ein Schifflein schweben, darin drei Grafen war'n.
2. Der allerjüngst, der drunter wär, die in dem Schifflein saßn, der gebot seiner Liebsten zu trinken aus einem venedischen Glas.
3. Was gibst du mir lang zu trinken, was schenkst du mir lang ein? Ich will jetzt in ein Kloster gehn, will Gottes Dienerin sein.
4. Willst du jetzt in ein Kloster gehn, willst Gotts Dienerin sein, so geh in Gottes Namen, deines Gleichen gibts noch mehr.
5. Und als es nun war Mitternacht, dem jungen Grafen träumts so schwer, daß sein herzallerliebster Schatz ins Kloster gegangen wär.
6. Auf Knecht, steh auf und tummel dich, satt'l unser beider Pferd. Wir wollen reiten bei Tag oder Nacht, die Lieb ist Reitens wert.
7. Das Nönnlein kam gegangen in einem schneeweißen Kleid, ihr Härl war abgeschnitten, ihr roter Mund war bleich.
8. Der Knab er setzt sich nieder, er saß auf einem Stein, er weint die hellen Tränen, brach ihm sein Herz entzwei. |