| lyric | Sollt ich meinem Gott nicht singen? Sollt ich ihm nicht dankbar sein? Denn ich seh in allen Dingen, wie so gut er's mit mir mein. Ist doch nichts als leuter Lieben, das sein treues Herz bewegt, das ohn Ende hebt und trägt, die in seinem Dienst sich üben. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lied in Ewigkeit.
Wie ein Adler sein Gefieder über seine Jungen streckt, alsso hat auch hin und wieder mich des Höchsten Arm bedeckt, also bald im Mutterleibe, da er mir mein Wesen gab und das Leben, das ich hab und noch diese Stunde treib. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lied in Ewigkeit.
Seine Strafen, meine Schläge, ob sie mir gleich bietter seind, dennoch, wenn ich’s recht erwäge, sind es Zeichen, daß mein Freund, der mich liebet, mein gedenket ud mich von der schöden Welt, die uns hart gefangen hält, durch das Kreuze zu ihm lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lied in Ewigkeit.
Seinen Geist, den edlen Führer, gibt er mir in seinem Wort, daß er werde mein Regierer durch die Welt zur Himmelpfort; daß er mir mein Herz erfülle mit dem hellen Glaubenlicht, das des Todes Macht zerbricht und die Hölle selbst mach tsille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lied in Ewigkeit.
Weil denn weder Ziel, weder Ziel noch Ende, sich in Gottes Liebe findt, Ei, so heb ich meine Hände, zu dir, Vater, als dein Kind. Bitte, wollst mir Gnade geben, dich aus aller meiner Macht zu umfangen Tag und Nacht hier in meinem ganzen Leben, bis ich dich nach dieser Zeit lob undlieb in Ewigkeit. |