| lyric | Es ist ein Ros [Reis] entsprungen aus einer Wurzel zart, wie uns die Alten sungen, von Jesse kam die Art, und hat ein Blümlein bracht’ mitten im kalten Winter, wohl zu der halben Nacht.
Das Röslein, das ich meine, davon Jesaia sagt, hat uns gebracht alleine, Maria die reine Magd: aus Gottes ew’gem Rat hat sie ein Kind geboren, das uns erlöset hat.
Wir bitten dich von Herzen, Gott, Vater aller Gnad’, durch dieses Kindleins Schmerzen, die es erlitten hat, wollst uns verhülflich sein, das wir mögen machen ein Wohnung hübsch und fein.
Das Blümlein so kleine das duftet uns so süss; mit seinem hellen Scheine vertreibts die Finsternis: wahr Mensch und wahrer Gott, hilft uns aus allem Leide, rettet von Sünd unbd Tod.
„O Jesu, bis zum Scheiden aus diesem Jammertal lass Dein hilf uns geleitet hin in den Freudensaal, in Deines Vaters Reich, da wir Dich ewig loben, O Gott, uns das verleih.“
So singen wir all’ Amen, das heißt: Nun wird’ es wahr, das wir begehr’n allzusammen: O Jesu, hilf uns dar in deines Vaters Reich! Darin woll’n wir dich loben: O Gott, uns das verleih! ___
Wohl zu denselben Zeiten der stark und friedlich Held Augustus, Römisch Kaiser, beschrieb die ganze Welt, den Zins von allen nahm, da Joseph und Maria gen Bethlehem auch kam.
Die Herberg waren teuer, sie funden kein’n Aufhalt, sie kamen in eine Scheuer, da war die Luft auch kalt: Wohl in derselben Nacht Mari gebar den Fürsten, der uns den Fried hat bracht.
Die Hirten auf dem Felde verkündt das Engelheer, wie zur selbigen Stunde Christus geboren wär zu Bethlehem der Stadt, da sie das Kindlein funden, wie ihn’n der Engel gsagt.
Ein Stern mit hellem Scheine drei König führet’ geschwind aus Morgenland mit Eile zum neugebornen Kind, brachten ihm reichen Gold und schenkten ihm mit Freuden Myrrh, Weihrauch, köstlich Gold.
Lob, Ehr sei Gott dem Vater, dem Sohnund eilgenGeist. Maria, Gottes Mutter, dein Hülf anuns beweis und bitt deinliebes Kind, daß er uns woll behüten, verzeihen unser Sünd. |