| lyric | 1. Was ist denn wohl eins Seemanns Leben? Wie bald ist es um ihn geschehn. Ein Seemann muß in Ängsten schweben, wenn andre Leut zur Ruhe gehn; ein Seemann muß in Ängsten schweben, wenn andre Leut zur Ruhe gehn.
2. Bald drohen ihm die hohen Wellen, bald Klipp und Sandbank oder Tod. Durch Sturm und Wind, so auf ihn prellen, ein Seemann leidet große Not.
3. Bald drohen ihm die schwarzen Mächte den fürchterlichsten Untergang. Bald drohen ihm des Krieges Mächte, viel Unglück bietet ihm die Hand.
4. 4. Bald drohen ihm barbar'sche Räuber, ihm all das Seinige zu nehmen; bald muß er trostlos und betrübet sein Schifflein vor sich sinken sehn.
5. Wie mancher brave Seemann drückt gar balde seine Augen zu, der schon so früh dahin gerückt, und hat im Wasser keine Ruh.
6. Wo ihn die wilden Fisch verzehren und teilen seinen Körper sich. ich wollte wohl bei Gott beschwören, ein Landmann der lebt glücklicher.
7. Der feste Boden ist ja edel, da fürchtet man die Stürme nicht, da braucht man keine Windspiel-Segel, da strand't, ertrinkt und sinkt man nicht.
8. Doch was war Handel und auch Wandel, wenn nicht die edle Schiff-Fahrt war! Im Lande war gewiß viel Mangel. war nicht der Seemann abgeschickt.
9. So nach der blauen See zu schweben und durch die Wellen hinzugehen! Ein Seemann wagt ja nur sein Leben bloß für des Landes Wohlergehn.
10. Drum, liebes Mädchen, nicht betrübet biet ich zum Abschied dir die Hand. Ich weiß, dass du mich treulich liebest, drum, furcht' ich weder Sturm noch Strand.
11. Und geh mit meinem Schiff zu segeln und setze meinen Fuß aufs Land. O Himmel, schenk mir deinen Segen und knüpf ein festes Liebesband!
12. Bis dass ich wieder zurück gelange und setze meinen Fuß aufs Land, dann wird mich deine Hand empfangen, dann knüpft uns fest das Liebesband. |