| lyric | 1. Wenn des Frühlings erste Strahlen lächeln, sich der Buche Knospen öffnen zum Erblühn, und des Zephyrs Fittiche umfächeln, |: Hain und Wiese keimt zum neuen Grün. :|
2. Schleich' ich frühe, wenn der Mond noch schimmert zum Verhören auf bereifte Bahn; denn noch eh' die Morgensonne flimmert, |: balzt im Forst der stolze Auerhahn. :|
3. Ihn, das Bild der wütenden Begierden, die die Wesen in den Abgrund ziehn; ihn, den vorher Scheu und Vorsicht zierten, |: reißt nun Wollust ins Verderben hin.:|
4. Auf der Eiche, unter frechen Tönen, trippelt er auf breitem Ast umher, taub für alles, außer seiner Schönen, |: kennt er hebberauscht die Furcht nicht mehr.:|
5. Und er ruft, die Flügel ausgebreitet, seine Hühner voller Zuversicht. Rasch hinan! bis ihr den Stand erschreitet, |: denn er hört und sieht die Mörder nicht! :|
6. Doch jetzt schweigt er; - angehalten! Stille! bis der schwarze Schwelger wieder ruft; Horcht! nun schnalzt er in der Sehnsucht Fülle, |: schnell an seinen Stand in hoher Luft! :|
7. Und ihn stürzt ein Blitz der Flinte nieder, doppelt braust des Donners Widerhall; er verschließt die roten Augenlider, |: und das Dickicht rauscht bei seinem Fall. :|
8. Neu belebet durch des Frühlings Wonne, hoch erhoben durch des Waidmanns Glück, kehr' ich nun beim hellen Licht der Sonne |: mit der seifnen Beute stolz zurück. :| |