| lyric | 1. Singe, wem Gesang gegeben, in dem deutschen Dichterwald! Das ist Freude, das ist Leben, wenn's von allen Zweigen schallt. Nicht an wenig stolze Namen ist die Liederkunst gebannt: ausgestreuet ist der Samen über alles deutsche Land.
2. Deines vollen Herzens Triebe, gib sie keck im Klange frei! Säuselnd wandle deine Liebe, donnernd uns dein Zorn vorbei! Singst du nicht dein ganzes Leben, sing' doch in der Jugend Drang! Nur im Blütenmond erheben Nachtigallen ihren Sang.
3. Heilig achten wir die Geister, aber Namen sind uns Dunst, würdig ehren wir die Meister, aber frei ist uns die Kunst. Nicht in kalten Marmorsteinen, nicht in Tempeln dumpf und tot: In den frischen Eichenhainen webt und rauscht der deutsche Gott. |