| lyric | 1. Dort, wo der alte Rhein mit seinen Wellen so mancher Burg bemooste Trümmer grüßt, dort, wo die blauen Trauben saft'ger schwellen, und küh1er Most des Winzers Mühe süßt: |: dort möcht' ich sein, dort möcht' ich sein, bei dir, du Vater Rhein, auf deinen Bergen möcht' ich sein! :|
2. Ach könnt' ich dort in leichter Gondel schaukeln, ach hört' ich dort ein mildes Winzerlied, viel schön're Träume würden mich umgaukeln, als sie der Pleiße flaches Ufer biet't. |: Dort möcht' ich sein, dort möcht' ich sein, wo deine Welle rauscht, wo's Echo hinterm Felsen lauscht! :|
3. Dort, wo der grauen Vorzeit schöne Lügen sich freundHch drängen um die Phantasie, dort ist, nein, meine Sehnsucht kann nicht trügen, dort ist das Land der schönen Poesie. |: Dort möcht' ich sein, dort möcht' ich sein, bei dir, du Vater Rhein, wo Sagen sich an Sagen reih'n! :|
4. Wo Burg und Kloster sich aus Nebel heben, und jedes bringt die alten Wunder mit, den kräft'gen Ritter sah' ich wieder leben, er sucht das Schwert, mit dem er oftmals stritt. |: Dort möcht' ich sein, dort möcht' ich sein, wo Burgen auf den Höh'n wie alte Leichensteine stehn! :|
5. Ja, meine Schritte will ich dorthin flügeln, wohin sich jetzt nur meine Sehnsucht träumt, will freudig eilen zu den Rebenhügeln, wo die Begeist'rung aus Pokalen schäumt. |: Bald bin ich dort, dald bin ich dort, und du, mein Vater Rhein, stimmst froh in meine Wünsche ein! :| |