| lyric | 1. Meine kleine Gartenlaube ist mein größtes Heiligtum; einst schuf eine holde Taube mir sie zum Elysium.
2. Als der kühle Zephyr spielte und der volle Silbermond durch die dichten Zweige schielte, die die Nachtigall bewohnt,
3. Saß mein Mädchen stumm und traurig bei mir auf einer Rasenbank; alles war sonst still und schaurig, Und kein muntrer Vogel sang.
4. Sieh, da küsste eine Taube, zärtlich mit dem Gatten sich, Über uns auf meiner Laube kosten sie so inniglich.
5. Und wir sahen es, und schweigend sanken wir auch Brust an Brust; Lipp' an Lippe fester neigend. sogen wir die Himmelslust,
6. Schwuren beide ew'ge Treue, Ew'ge Lieb' in Freud und Leid, und mit seiner höhcr'n Weihe hat uns Amor eingeweiht.
7. Meine Laube wird drum bleiben ewig teuer mir und hold; nichts soll mich aus ihr vertreiben, selbst kein glänzend Erdengold. |