| lyric | 1. Komm, Trost der Nacht, o Nachtigall! Laß deine Stimm' mit Freudenschall auf's lieblichste erklingen! Komm, komm und lob den Schöpfer dein, weil andre Vögel schlafen fein und nicht mehr mögen singen. Laß dein Stimmlein laut erschallen, denn vor allen kannst du loben Gott im Himmel, hoch da droben.
2. Obschon ist hin der Sonnenschein und wir im Finstern müssen sein, so können wir doch singen von Gottes Güt und seiner Macht, weil uns kann hindern keine Macht, sein Loben zu vollbringen. Drum dein Stimmlein lass erschallen, denn vor allen kannst du loben Gott im Himmel, hoch dort oben.
3. Echo, der wilde Widerhall, will sein bei dir Freudenschall. Und läßt sich auch hören; Verweist uns alle Müdigkeit, der wir ergeben allezeit, lehret uns den Schlaf betören. Drum dein Stimmlein laß erschallen, denn vor allen kannst du loben Gott im Himmel, hoch dort oben.
4. Die Sterne, so am Himmel stehn, sich lassen Gott zum Lobe sehn. und Ehre ihm beweisen: die Eul' auch, die nicht singen kann, zeigt doch mit ihrem Heulen an, daß sie auch Gott tut preisen. Drum dein Stimmlein laß erschallen, denn vor allen kannst du loben Gott im Himmel, hoch dort oben.
5. Nur her, mein liebes Vögelein, wir wollen nicht die faulsten sein und schlafen liegen bleiben, vielmehr bis daß die Morgenröt erfreuet diese Wälderöd, in Gottes Lob vertreiben: Lass dein Stimmlein laut erschallen, denn vor allen kannst du loben Gott im Himmel, hoch dort oben. |