| lyric | 1. Krambambuli, das ist der Titel des Tranks der sich bei uns bewährt. Er ist ein ganz probates Mittel, wenn uns was Böses widerfährt. Des Abends spät, des Morgens früh trink' ich ein Glas Krambambuli, Krambimbambambuli, Krambambuli.
2. Braust mir's im Kopf, reißt mich's im Magen, hab' ich zum Essen keine Lust; wenn mich die bösen Schnupfen plagen, hab' ich Katarrh auf meiner Brust: Was kümmern mich die Medici? ich trink ein Glas Krambambuli.
3. Dein Regiment ist sehr gelinde und führt keine Bitterkeit; du hängst den Mantel nach dem Winde und schickst dich in die böse Zeit; darum, ihr Herrn Politici, rat' ich euch zum Krambambuli.
4. Du wärmst das Hirn, erfrischt die Sinnen, stärkst das Gedächtnis, schärfst den Witz; bei dir kann Faulheit nichts gewinnen, der Fleiß behauptet seinen Sitz; ist einer nur kein menschlich Vieh so hilft ihm der Krambambuli.
5. Ist mir der Wechsel ausgeblieben, hat mich das Spiel auch arm gemacht, hat meine Doris nicht geschrieben, wird mir ein Trauerbrief gebracht, vertreib' ich die Melancholie mir durch ein Glas Krambambuli.
6. Soll ich die Jungfern caressiren und ein beredter Schmeichler sein, die Tänzerin manierlich führen, so schenk' ich erst ein Schnäpschen ein; alsdann so gehts ohn' alle Müh; das tut der Geist Krambambuli.
7. Trinkt Wasser, wie die Bürstenbinder, reist nach Pyrmont und Schwalbach zu: mein Danziger treibt viel gelinder, befördert Dauung, Schlaf und Ruh': Was soll die mineral'sche Brüh? Gesünder ist Krambambuli.
8. Wär' Aesculapius noch vorhanden Hippocrates und Trismegist, du machtest ihre Kunst zu Schanden nebst Paracelsens feiner List. Gicht, Kolik, Stein, Hypochondrie verschwinden im Krambambuli.
9. Schlug Eisenbart, der Krankheitsstürmer, noch jetzo seine Bühnen auf, du wärst sein mächtigster Beschirmer, halb Deutschland brächtest du in Lauf: Ich wett, er rief cum emphasi, ihr Leut', kauft Krambambuli. ___
1. Crambambuli, das ist der Titel, des Tranks, der sich bei uns bewährt; das ist ein ganz probates Mittel, wenn uns was Böses widerfährt. Des Abends spät, des Morgens früh, trink' ich mein Glas Crambambuli, Crambimbambambuli, Crambambuli. 2. Bin ich im Wirtshaus abgestiegen gleich einem grossen Kavalier, dann lass' ich Brot und Braten liegen und greife nach dem Propfenzieh'r; dann bläst der Schwager tantantari zu einem Glas Crambambuli … 3. Reisst’s mich im Kopf, reisst's mich im Magen, hab' ich zum Essen keine Lust, wenn mich die bösen Schnupfen plagen, hab' ich Katarrh auf meiner Brust: Was kümmern mich die Medici? Ich trink’ mein Glas Crambambuli .… 4. Wär' ich zum grossen Herrn geboren, wie Kaiser Maximilian, wär’ mir ein Orden auserkoren, ich hängte die Devise dran: «Toujours fidéle et sans souci, c‘est l'ordre du Crambambuli … 5. Ist mir ein Wechsel ausgeblieben, hat mich das Spiel Iabet gemacht, hat mir mein Mädchen nicht geschrieben, ein’n Trauerbrief die Post gebracht. Dann trink’ ich aus Melancholie ein volles Glas Crambambuli … 6. Ach, wenn die lieben Eltern wüssten der Herren Söhne grosse Not, wie sie so flott verkeilen müssten, sie weinten sich die Äuglein rot! lndessen tun die Filii sich bene beim Crambambuli … 7. Und hat der Bursch kein Geld im Beutel, so pumpt er die Philister an und denkt: es ist doch alles eitel, vom Burschen bis zum Bettelmann; denn das ist die Philosophie im Geiste des Crambambuli … 8. Soll ich für Ehr' und Freiheit fechten, für Burschenwohl den Schläger zieh’n, gleich blinkt der Stahl in meiner Rechten, ein Freund wird mir zur Seite steh'n; zu ihm sprech ich: «Mon cher ami, zuvor ein Glas Crambambuli … 9. Ihr dauert mich, ihr armen Toren, ihr liebet nicht, ihr trinkt nicht Wein; zu Eseln seid ihr auserkoren und droben wollt ihr Engel sein! Sauft Wasser, wie das liebe Vieh und meint es sei Crambambuli … 10. Crambambuli soll mir noch munden, wenn jede and're Freude starb, wenn mich Freund Hein beim Glas gefunden und mir die Seligkeit verdarb; ich trink' mit ihm in Compagnie das letzte Glas Crambambuli … 11. Wer wider uns Crambambulisten sein hämisch Maul zur Missgunst rümpft, den halten wir für keinen Christen, weil er auf Gottes Gaben schimpft. Ich gäb’ ihm, ob er Zeter schrie, nicht einen Schluck Crambambuli …
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1. Crambambuli, das ist der TItel des Tranks, der sich bei uns bewährt, das ist ein ganz probates Mittel, wenn uns was Böses widerfährt. Des Abends spät, des Morgens früh trink ich mein Glas Crambambuli.
2. Bin ich im Wirtshaus abgesteigen, gleich einen großen Cavalier, so laß ich Brot und Braten liegen und greife nach dem Pfropfenzieh’r; dann bläst der Schwager tantari zu einem Glas Crambambuli.
3. Ist mir mein Wechsel ausgeblieben, hat mich das Spiel labet gemacht, hat mir mein Mädchen nicht geschrieben, ein’n Trauerbrief die Post gebracht: dann trink’ ich aus Melancholie ein volles Glas Crambambuli.
4. Und hat der Bursch kein Geld im Beutel, so pumpt er die Philister an und denkt: es ist doch alles eitel vom Burtschen bis zum Bettelmann; denn das ist die Philosophie im Geiste des Crambambuli.
6. Wär’ ich zum großen Herrn geboren, wie Kaiser Maximilian, wär’ mir ein Orden auserkoren, ich hängte die Devis dran: „Toujours fidèle et sanssouci, c’est l’ordre du Crambambuli.“
7. Reißt mich’s im Kopf, reißt mihc’s im Magen hab’ ich zum, Essen keine Lust, wenn mich die bösen Schnupfen plagen, hab’ ich Katarrh auf meiner Brust: was kümmern mich die Mdeici, ich trink’ einGlas Crambambuli. |