| lyric | 1. Dir bleib' ich treu mein Leben lang, beglücktes Jägerleben! So stolz und laut wie Hörnerklang soll ohne Scheu mein froher Sang nur deinen Ruhm erheben!
2. Der Weichling meide Forst und Flur und schlaf auf weichen Kissen. Ein Nimrodssohn gedeihet nur in Gottes herrlicher Natur und mag von sonst nichts wissen.
3. Ihm wird so bang, ihm wird so weh im städtischen Gedränge, beim leeren Schnack der Assemblee, beim Kartentisch, beim schalen Tee, wird ihm die Brust zu enge.
4. Im Walde nur herrscht froher Sinn und echte deutsche Treue! Der Höfling höhn' uns immerhin, ein Biedermann verachtet ihn und kommt zu uns ins Freie.
5. Wir essen freudig trocken Brot in Gottes Sonnenstrahle, arbeiten uns die Wangen rot und schwören Haß bis auf den Tod der schleichenden Kabale.
6. Denn wer ein braver Forstmann ist, hat sklavisch nie geheuchelt; er singt des Lied, des Brot er ißt, und weiß nicht, wie man Hände küßt, noch stolzen Großen schmeichelt.
7. Doch waren uns, o goldne Zeit! die Fürsten einst gewogen; drum war der Jäger weit und breit - denn damals galt noch Ehrlichkeit - den Schranzen vorgezogen.
8. Wer Fürst und Mädchen lieben soll so treu, wie ich es meine; der schenke frisch auf beider Wohl bis an den Rand die Gläser voll mit altem deutschen Weine!
9. Doch wenn euch, Brüder, spät und früh die Bärt' im Forst bereifen, so trinkt es in Krambambuli und laßt den Wind die Melodie euch um die Flasche pfeifen! |