| lyric | 1. Jetzt gang i ans Brünnele, trink aber nit. Da such ich mein herztausigen Schatz, find'n aber nit.
2. Do lass i mei Äugele um und um mich gehn, do sieh i mein herztausigen Schatz bei 'nem andren stehn.
3. Bei 'nem anderen stehen sehn, ach, das tut weh. B'hüt di Gott, mein herztausiger Schatz, di b'sieh i nimmermeh'.
4. Jetzt kauf i mir Tinten und Feder und Papier, und schreib mei’m herztausige Schatz eine Sbschiedsbrief.
5. Jetzt leg i mi nieder aufs Heu und aufs Stroh; do falle drei Rösele mir in den Schoß.
6. Und diese drei Rösele sind blutig rot. Jetzt weiß i net, lebt mei Schatz, oder ist er tot?
___
1. Jetzt gang i ans Brünnele, trink aber nit. Da such ich mein herztausigen Schatz, find'n aber nit.
2. Jetzt gon i ans Fensterli und klopf mit em Ring, o du herztausige Schatz wer ist bi dir drin?
3. Da lass' i meine Äugelein um und um gehn, da sieh' i mein herztausige Schatz bei em andre steh'n.
4. Und bei em andre stehe sehn ach, das tut weh! Jetzt b'hüt di Gott herztausige Schatz, di sieh' i nimmer meh!
5. Jetzt kauf' i mir Feder und Tint und Papier und schreibe mein'm herztausige Schatz einen Abschiedsbrief.
6. Abschiedsbrief schreibe oh das tut weh oh du herztausige Schatz di gseh i nimme meh.
7. Jetzt leg i mi nieder auf Heu und auf Moos, da falle drei Röselein mir in den Schoß.
8. Und diese drei Röselein sind blutigrot, jetzt weiß i net, lebt mein Schatz, oder ist er tot. |