Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

1. Ich armes Maidlein klag mich sehr,

Liedtext

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first_line1. Ich armes Maidlein klag mich sehr,
lyric1. Ich armes Maidlein klag mich sehr,
wie soll mir nu [Leid] geschehen!
Daß ich den allerliebsten mein,
so lang nicht hab gesehen,
der mir die Zeit und Weil vertrieb,
sonst keinr auf dieser Erden,
wann ich gedenk, wie es ihm geht,
mein Herz in großen Trauren steht,
wie kann ich fröhlich werden.

2. Ach reicher Gott, gib mir das Glück:
wo er reit in dem Lande
bewahr ihm seinen graden Leib
vor Leid und auch vor Schande!
das will ich immer danken dir
allzeit und alle Stunde.
Wann ich gedenk, wie es ihm geht,
mein Herz in großen Trauren steht,
kein lieber soll mir werden.

3. Er zog mit meinen Willen nit hin,
doch war sein Herz mein eigen;
viel Guts ich mich zu ihm versich,
treu Dienst will ich ihm erzeigen.
Kein Falsch hat er an mir erkannt
an meinem ganzen Leibe;
noch ist der Knab so wohlgemut,
für ihn nähm ich nit Kaisers Gut:
Vergiß mein nit in Treuen!
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1. Ich armes Mägdlein klage sehr,
wie konnt das nur geschehen,
daß ich den Allerliebsten mein
solang nicht hab gesehen.
Wie er die Zeit mir schnell vertreibt,
kann keiner sonst auf Erden.
Wenn ich bedenk, wei’s ihm wohl geht,
mein Herz in grossem Trauern steht;
wie kannich fröhlich werden?

2. Ach guter Gott, gib mir das Glück,
wo er auch ist im Lande,
und bringe ihn mir heil zurück,
bewahr ihn auch vor Schande.
Das will ich immer danken dir,
solang ich leb auf Erden.
Wenn ich bedenk, wie’s ihm wohl geht,
mein Herz in großem Trauern steht;
kein andrer soll mir werden.
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