| lyric | 1. In stiller Nacht, zur ersten Wacht, ein Stimm begunnt [begann, beginnt, begunt] zu klagen, der nächtige Wind hat süß und lind zu mir den Klang getragen; von herbem Leid und Traurigkeit ist mir das Herz zerflossen, die Blümelein mit Tränen rein hab ich sie all begossen.
2. Der schöne Mond will untergahn, für Leid nicht mehr mag scheinen, die Sterne lan ihr Gützen stahn, mit mir sie wollen weinen. Kein Vogelsang, noch Freudenklang man höret nur die Lüften, die wilden Tier´ trau´rn auch mit mir in Steinen und in Klüften. ___
1. In stiller Nacht, zur ersten Wacht, ein Stimm begunnt [begann, beginnt, begunt] zu klagen, der nächtige Wind hat süß und lind zu mir den Klang getragen; von herbem Leid und Traurigkeit ist mir das Herz zerflossen, die Blümelein mit Tränen rein hab ich sie all begossen.
2. Der Gottessohn vom Himmelsthron sein Haupt barg er in Armen, so bleich und weiß von Todesschweiß ein’n Stein es möcht erbarmen. Ein Krueze steht vor ihm erhöht, o weh der Pein und Schmerzen, dran sterben soll von Jammer voll er mit gebrochnem Herzen.
3. Des Mondes Glanz verschwindet ganz, er mag vor Leid nicht scheinen, der Sterne Heer nicht glänzet mehr, mit ihm sie wollen weinen. Kein Vogelsang noch Freudenklang man höret in den Lüften, die wilden Tier auch trauern hier in Steinen und in Klüften.
4. O Jesu Christ, mein Rettung ist dein bitter Todesleiden. Verlaß mich nicht, o ew’ges Licht, wenn ich einmal soll scheiden. Dem Jammertal mit seiner Qual entreiß mein Seel im Sterben: laß sie gewiß das Paradies, das ew’ge Leben erben. |