| lyric | 1. Herrlich ist's im Grünen! Mehr als Opernbühnen ist mir abends unser Wald, wenn das Dorfgeläute dumpfig aus der Weite durch der Wipfel Dämm'rung hallt.
2. Hoch aus mildem Glänze streut in wildem Tanze mir das Eichhorn Laub und Moos; Fink und Amsel rauschen durch die Zweig' und lauschen rings im jungen Maigeschoß.
3. Fern am Ellernholze äst in Ruh' der stolze Kronhirsch längs dem Weidendamm. Überhüllt vom Laube, girrt die Ringeltaube im Gerank am Eichenstamm.
4. In der Abendhelle funkelt die Libelle, sanft vom Farrenkraut gewiegt; Mückenschwärm' erheben sich aus Binsengräben, und der braune Schröter fliegt.
5. Iris und Ranunkel blüh'n im Weidendunkel, wo durch Tuff die Quelle schäumt, die mit Spiegelglätte, dort im Rasenbette, Wies' und Birkental umsäumt.
6. Ob dem Felsenpfade schimmert die Kaskade, wie ein flatternd Silberband, hell durch Laubgewimmel blinkt der Frühlingshimmel und die Berge Schneegewand.
7. Zauberisch erneuen sich die Phantaseien meiner Kindheit hier so licht! Rosenfarbig schweben Duftgebild' und weben ein elysisch Traumgesicht. |