| lyric | 1. Des Lindewirts Rösle hat's Fenster aufg'macht und hat mi auf einmal ganz freundlich ang'lacht, sagt: Hans, kehr' auch ein! doch i gang net der Hans mag des Rösles ihr Hänsle nit sei!
2. Am Pankraztag jährt sich's, da tanzt' ich mit ihr, da sagt' ich: ""Schön's Rösle, wie gut bin ich dir! Lieb's Rösle, sei mein!"" Doch's Rösle sagt: ""Nein, ein Bauerweib werden, das ist mir zu g'mein!""
3. Den andern Tag geht sie ganz heimlich und warm im Dorf auf und nieder, 'nen Jäger am Arm; ich biet' ihr die Zeit, sie schmollet und deut und sagt noch dem Jäger, ich hätt' um sie g'freit.
4. Du hochmütigs Rösle, das kränkte mich tief! die Nacht drauf es Hänsle kein Stündle sanft schlief; ein Bauer zu g'mein, verspottet zu sein, das will mir nicht nunter, das wurmt mich allein!
5. Doch hab' ich schon selbigsmal oft bei mir dacht, sie hat mit dem Jäger kei Hochzeit noch g'macht; wer weiß, wenn es g'schieht, der Jäger verspricht schon mancher die Hochzeit und nimmt sie doch nicht.
6. Und so ist's auch gangen, der Jäger ist fort, hat's Rösle verlassen, gebrochen sei Wort; jetzt fällt es ihr ein, ich sei ihr nit z'g'mein; gelt, Rösle! jetzt soll ich dir gut genug sein!
7. Ich hatte dich gerne, du dauerst mich sehr, und wenn der verteufelte Jäger nicht war', so wärst du jetzt mein; doch jetzt sag' ich: nein! ich mag nicht der Nachtrab vom Jägerbursch sein! |