| lyric | 1. Es steht ein Wirtshaus an der Lahn, da halten alle Fuhrleut an. Die Wirtin sitzt am Ofen, die Gäste sitzen um den Tisch, den Wein will Niemand loben.
2. Die Wirtin hat auch einen Mann, der spannt den Fuhrleut'n selber an; er schenkt vom allerbesten Ulrichsteiner Fruchtbranntwein, den setzt er vor den Gästen.
3. Die Wirtin hat auch einen Knecht, und was er tut, das ist ihr recht, er tät gern carressieren; des Morgens wenn er früh aufsteht, kann er kein Glied nicht rühren.
4. Die Wirtin hat auch eine Magd, die sitzt im Garten und pflückt Salat; sie kann es kaum erwarten, bis daß das Glöcklein zwölfe schlägt, da kommen die Soldaten.
5. Und als das Glöcklein zwölfe schlug, da hatte sie noch nicht genug, da fing sie an zu weinen: Mit ei, ei, ei und ach, ach, ach: Nun hab ich wieder keinen!
6. Und wer hat wohl dies Lied gemacht? Zwei Solidaten auf der Wacht, ein Tambour und ein Pfeifer. Und wer das Lied nicht singen kann, der fang es an zu pfeifen. ___
1. Es steht ein Wirtshaus n der Lahn, da halten alle Fuhrleut an. Frau Wirtin sitzt am Ofen, die Fuhrleut um den Tisch herum, die Gäste sind besoffen.
2. Frau Wirtin hat auch einen Knecht, und was er tut, das ist ihr recht; er tut sie karessieren. Des Morgens, wenn er früh aufsteht, kann er kein Glied mehr rühren. 3. Frau Wirtin hat auch eine Magd, die sitzt im Garten und rupft Salat, sie kann es kaum erwarten, bis daß das Glöcklein zwölfe schlägt, da kommen die Soldaten.
4. Und als das Glöcklein zwölfe schlug, da hatte sie noch nicht genug; da fing sie an zu weinen mit Ei, ei, ei und Ach, ach, ach: Nun hab ich wieder keinen! (ergänze: Salat} 5. Frau Wirtin hat auch einen Mann, doch der kam nur sehr selten dran, da sie den Wechsel liebte und nach bestimmtem Stundenplan es mit den Gästen übte. 6. Frau Wirtins Sohn Juriste war, der wollte werden Refrendar, Da ging er hin nach Celle und sagte seinen Quaritsch her— da ward er’s auf der Stelle. 7. Frau Wirtin hatte vor der Eh’ schon eine Tochter Dorothee. Die lebte in der Fremde und nährte sich dort kümmerlich mit aufgehob’nem Hemde. 8. Frau Wirtin hat auch eine Nichte, die alle Jahr zwei Kinder kriegte. Und fragte man, wie sie das machte, so sah sie nur den Pfarrer an, und dieses Aas, das lachte. 9. Frau Wirtin hat eine Grossmutter, die las gern Doktor Luther, doch war sie sehr dagegen, dass zweimal in der Woche nur der Mann sein Weib soll fegen. 10. Frau Wirtin hat auch einen Hirt, in dem hat sie sich schwer geirrt. Er blies zwar die Schalmeien, doch mit des Knaben Wunderhorn konnt’ er sie nicht erfreuen. 11. Frau Wirtin hat auch einen Hund, der tat’s französisch jede Stund’. Doch bei der Witwe Knuppert, die da im Hinterhause wohnt, da hat er nur geschnuppert |