| lyric | 1. Da droben auf jenem Berge, da steht ein hohes Haus, da schauen wohl alle Frühmorgen drei schöne Jungfrauen heraus.
2. Die eine heißt Susanne, die andere Anne-Marei; die dritte die darf ich nicht nennen, weil sie es mein eigen sein soll.
3. In meines Vaters Garten da stehn zwei Bäumelein, das eine trägt Muskaten, das andre feins Nägelein.
4. Muskaten die sind süße, feins Näglein die riechen so wohl: Die will mei'm Schätzchen verehren, daß's meiner gedenken soll.
5. Da drunten in jenem Tale da treibet das Wasser ein Rad, das mahlet nichts als Liebe vom Morgen bis Abend spat.
6. Das Mühlrad ist zerbrochen, die Liebe hat noch kein End - und wenn sich zwei Herzliebchen scheiden, so reichen's einander die Händ.
7. Ach Scheiden, du bitteres Scheiden! Wer hat doch das Scheiden erdacht? Der hat ja mein jung frisch Herze aus Freuden in Trauren gebracht ___
1. Da drunten in jenem Tale, da treibet das Wasser ein Rad, das mahlet nichts anders als Liebe vom Abend bis an den Tag.
2. Das Mühlrad ist zersprungen, die Lieb hat noch kein End: Wenn zwei von einander scheiden, so geben's einander die Händ.
3. Ach scheiden, ach Scheiden, ach Scheiden! Wer hat das Scheiden erdacht? Es hat mein junges Leben zum Untergang gebracht.
4. In meines Vaters Lustgarten da stehn zwei Bäumelein: Das eine trägt Muskaten, das andre braun Nägelein.
5. Muskaten sind die süße, braun Näglein riechen wohl, die will ich meinem Schatz verehren, daß er daran riechen soll. |