| lyric | 1. Der grimmig Tod mit seinem Pfeil tut nach dem Leben zielen. Sein Bogen schießt er ab mit Eil und läßt nicht mit sich spielen Das Leben schwindt wie Rauch im Wind, kein Fleisch mag ihm entrinnen. kein Gut noch Schatz findt bei ihm Platz: du mußt mit ihm von hinnen.
2. Kein Mensch auf Erd uns sagen kann, wann wir von hinnen müssen; wann kommt der Tod und klopfet an, so muss man ihm aufschließen. Er nimmt mit G'walt hin Jung und Alt, tut sich vor niemand scheuen. Des Königs Stab bricht er bald ab und führt ihn an den Reihen.
3. Vielleicht ist heut der letzte Tag, den du noch hast zu leben. O Mensch, veracht nicht, was ich sag: nach Tugend sollst du streben! Wie mancher Mann wird müssen dran, so hofft noch viel der Jahren, und muss doch heint, weil d' Sonne scheint, zur Höll hinunter fahren.
4. Der dieses Liedle hat gemacht, von neuem hat gesungen, der hat gar oft den Tod betracht' und letztlich mit ihm gerungen. Liegt jetzt im Hohl, es tut ihm wohl, tief in der Erd geborgen. Sieh auf dein Sach, du mußt hernach. es sei heut oder morgen.
5. Fieng an zu schweren trutziglich der Teufel soll ihn hollen wann hab ein Metzte Korn ich derhalb soll er sich trolle undd schawen wa er ein bekomm auff den marckt soll er lauffe gehn Zürich da find er umb und umb wie viel er wöll zu kaufen.
6. Und wiss den Armen schentlich ab in dem so kam begange der Teuffel als ein langer Knab un thet in schnell umbfangen Unn führt in den Stadel nauss thet ihn das Korn weissen darnach er ihn mit grossem Grauss wider die Wand thet schmeissen.
7. Und führet ihn Leibhafftig darvon augenblick thet verschwinden kein haut noch har am Bawrn nun kein Mensch mehr kunde finden Gott weist wa er hin kommen ist o Mensch nimb das zu Hertze Und mache dich zu gott gerüst Er lasst nicht mit ihm schertzen.
8. Ach wie ist doch die Welt verkehrt an allen ort und enden man nur das zeitlich gut begert das ewig bleibt dahinden mannicher nensch ist so verrucht umb das Gottlos gelte muthwillig leib und See verflucht also gehts in der Welte.
9. Mannicher wol mit unverstandt seim nechste thut versagen dess er doch hat in seiner Hand gar sichtbarlich thut tragen verpfend dem Teuffel Leib und Seel thut seiner nit verschonen da doch der Teuffel in der Höll im ewiglich wirt lohnen.
10. Wie kan die Erden gegen Frucht weil der Mensch so verwegen sein Gott im Himmel selb verflucht an dem ist alles gelegen die Stern und auch die Element man schröcklich thut verschweren das Hochwürdig Sacrament mann gröblich thut unehren.
11. Derhalben muss der liebe Gott des Gottloss Leben straffen den frommen helfen auss der noth keiner wirt ihm entlauffen o du Geitzhals was würst du thun vor dem richter dess Herrn wirst du empfahen bösen Lohn das Fewr wird dich verzehren.
12. Derhalben o mein frommer Christ an Gott thu nicht verzagen und wann du schon hie Arm bist thu das gedultig tragen denn wer gedultiglich hie leidt in Jesu Christi Namen diesen wird Gott mit grosser frewt helfen in Himmel. Amen. |