| lyric | 1. Alles schweige! Jeder neige ernsten Tönen nun sein Ohr! Hört, ich sing' das Lied der Lieder, hört es, meine deutschen Brüder, hall' es, hall' es wieder froher Chor!
2. Deutschlands Söhne, laut ertöne, euer Vaterlandsgesang! |: Vaterland, du Land des Ruhmes, weih' zu deines Heiligtumes Hütern, Hütern uns auf lebenslang. :|
3. Hab' und Leben dir zu geben, sind wir allesamt bereit; |: sterben gern zu jeder Stunde, achten nicht der Todeswunde, wenn das, wenn das Vaterland gebeut. :|
4. Lied der Lieder, hall' es wider: Groß und deutsch sei unser Mut! |: Alle seid in Lieb' umschlungen, alle Stämme deutscher Zungen, all' ver-, all' verwandt durch Bruderblut! :| ___
1. Alles schweige! Jeder neige ernsten Tönen nun sein Ohr! : Hört! Ich sing' das Lied der Lieder! Hört es, meine freien Brüder! Hall' es wider, froher Chor! : 2. Freie Söhne, laut ertöne euer Vaterlandsgesang! :Vaterland, du Land des Ruhmes, weih' zu deines Heiligtumes Hütern uns und unser Schwert! : 3. Hab' und Leben dir zu geben, sind wir allesamt bereit, : sterben gern zu jeder Stunde, achten nicht der Todeswunde, wenn das Vaterland gebeut. : 4. Wer's nicht fühlet, selbst nicht zielet stets nach tapf'rer Männer Wert, : soll nicht unsern Bund entehren, nicht bei diesem Schläger schwören, nicht entweih'n das reine Schwert. : 5. Lied der Lieder, hall’ es wider: Gross und hehr sei unser Mut! seht hier den geweihten Degen, tut, wie brave Burschen pflegen, und durchbohrt den freien Hut! : 6a. Seht ihn blinken, in der ‚Linken, diesen Schläger nie entweiht! Ich durchbohr' den Hut und schwöre: Halten will ich stets auf Ehre, stets ein braver Bursche sein. 7a. Nimm den Becher, wackrer Zecher, vaterländ’schen Trunkes voll! Nimm den Schläger in die Linke, bohr' ihn durch den Hut und trinke auf des Vaterlandes Wohl! 6b. Seht ihn blinken, in der Linken, diesen Schläger nie entweiht! Ich durchbohr’ den Hut und schwöre: Halten will ich stets auf Ehre, stets ein braver Bursche Sein. 7b. Nimm den Becher, wackrer Zecher, vaterländ'schen Trunkes voll! — Nimm den Schläger in die Linke, bohr' ihn durch den Hut und trinke auf des Vaterlandes Wohl! 8a. Komm, du blanker Weihedegen, freier Männer freie Wehr! Bringt ihn festlich mir entgegen von durchbohrten Hüten schwer. 8b. Lasst uns festlich ihn entlasten; hier wechseln die Präsides ihre Schläger Jeder Scheitel sei bedeckt! Und dann lasst ihn unbefleckt bis zur nächsten Feier rasten! 9. Auf, ihr Festgenossen, achtet diese Sitte hehr und schön! Ganz mit Herz und Seele trachtet, stets als Männer zu besteh’n. Froh zum Fest, ihr trauten Brüder; leder sei der Väter wert! Keiner taste je ans Schwert, der nicht edel ist und bieder!
10. So nimm ihn hin, dein Haupt will ich bedecken und drauf den Schläger strecken: Es leb' auch dieser Bruder hoch! Ein Hundsfott, wer ihn schimpfen soll! So lange wir ihn kennen, woll'n wir ihn Bruder nennen; es leb' auch dieser Bruder hoch! 11a. Ruhe von der Burschenfeier, blanker Weihedegen nun! Jeder trachte, wackrer Freier um das Vaterland zu sein! 11b. Jedem Heil, der sich bemühte, ganz der Väter wert zu sein! Keiner taste je an’s Schwert, der nicht wert, dass man ihn achte. |