| lyric | 1. Mein Hirt, vernahmst du schon heut Nacht den lieblichen Ton? War fern ein Singen, als wär’s im Traum, nun halten’s Himmel und Erde kaum. O Hirt, vernahmst du den Ton?
2. Mein Hirt, gewahrest du nicht heut nacht das helle Gesicht? War erst, als wär es ein fremder Stern; nun ward’s ein Feuer und wir sein Kern, O Hirt, gewahrst du das Licht?
3. Mein Hirt, und hörst du das Wort? Es schallt von jeglichem Ort. Schallt hüben, drüben schallt hier und dort; viel Boten tragen es frühlich fort. O Hirt, du hörtest das Wort.
4. Der Held ward heute geborn, der wendet Strafen und Zorn. Nun lebt das Leben, nun stirbt der Tod, O Hirt, wir waren in arger Not, mein Hirt, wir waren verlorn.
5. Gesell, wir laufen geschwind zum Stall und suchen das Kind, Es muß in Windeln gewickelt sein: blick her, da lag es zur Krippen ein und schläft beim Esel und Rind.
6. Steht überm Stalle der Stern, drei Weise kommen von fern. Die bringen Myrrhen und Weihrauch dar und Kleinod gülden, ich mein führwahr, es sind gar möchtige Herrn.
7. Nun gebt Gott droben die Ehr zusamt dem himmlischen Heer. Singt Fried und Freude den Menschen alln, singt eitel Frieden und Wohlgefalln; das singt je länger je mehr! |