| lyric | 1. Zu Sedan auf den Höhen, da stand nach blut’ger Schlacht bei stillem Abendwehen ein Schpütze auf der Wacht.
2. Er ging wohl auf und nieder, schaut an die tote Schar, die gestern um die Stunde noch frisch und rüstig war.
3. Was jammert dort im Busche? was klagt in bitt’rer Not? „Gib gott, zur letzten Stunde mir einen sanften Tod!“
4. Der Schütze schlich sich näher; da lag ein Reitersmann mit tiefer Todeswunde im Busche von Sedan.
5. „Gib Wasser, lieber Kamerad, die Kugel traf mich gut, hier an dem Wiesenrande da floß zuerst mein Blut.
6. Gewähre mir die Bitte und grüß mir Weib und Kind, ich heiß’ Andreas Förster und bin aus Saargemünd.
7. Grab’ mich am Wiesenrande dort beim Morgenrot. Er sprach’s und schloß Auge, der Reitersmann war tot. |