| lyric | Zwei Mönche von des Indus Strand hausierten einst nach alter Sitte mit Stab und Ranzen durch das Land und sahen eine Bauernhütte, in deren grünbezäumtem Hof ein wichtiges Paar Enten soff. SIe nahten sich mit ernstem Schritte und stürzten blaß zur Erde hin. „Was soll’s mit diesen Komplimenten, ihr Herren?“ rief die Meisterin. „ach! gutes Weib, in diesen Enten wohnt unsrer Väter irrer Geist. Ach’ warum können wir’s nicht wehren, daß bald ein Kannibal sie speist!“ So heulten sie mit bittern Zähren; der Bäuerin ward’s im Herzen warm: „Ich wollte sie euch gern verehren; doch, liebe Herren, ich bin arm und muß aus Mangel, eh’ster Tagen, sie nach der Stadt zu Markte tragen.“ Nun ging der Jammer est recht an. Die Bonzen schrieen Mord und Zeter! „Barbarain! gib uns unsre Väter! Was haben sie dir Leids getan? Gib, gib, gib uns die Enten, unsre Väter!“ Die Witwe bebt! Mit bangem Stöhnen schenkt sie die Enten ihren Söhnen. Die trugen sie vergnügt nach Haus und fraßen sie zum Abendschmaus. |