| lyric | 1. Wie durch der Sonne Licht Gott zu den Menschen spricht, sprichst Du, o Vaterland, heute zu mir! Matten und Felsgestein müssen Verkünder sein, wie einst Dein Volk erstarkt, huldigend Dir!
2. Klein und vom Feind bedroht, zogen im Morgenrot sie ihres Reschts bewusst, keck oft ins Feld. Achtend nicht Feindesspott beugend sich nur vor Gott, bauten der Freiheit sie ruhmreich das Zelt!
3. Äbtischen Übermut zahlten mit ihrem Blut fechtend für Weib und Kind, mutvoll sie aus! Legten nach hartem Streit ab nicht das Waffenkleid, bis sie vom Feinde frei wußten ihr Haus!
4. Kühn, wie der Männer Schar Hüter des Herdes war, flammt auch des Weibes Mut, nahte die Not. Österreichs Söldnertroß wich voller Schreck am Stoß, als in dem Hirtenkleid Trotz es ihm bot.
5. So ward durch Vätermut und durch viel teures Blut, hart einst erstritten, was wir nun bebau’n! Und was ihr Bittgebet innig und heiß ergfleht: Friede und Freiheit! wir dürfen sie schau’n.
6. Vater in himmelshöh’n! Hör Deines Kindes Fleh’n, laß meiner Ahnen mich würdig stets sein! Lenke Du Herz und Sinn, daß ich stets sdankbar bin; führe zum Tempel der Treue mich ein! |