| lyric | 1. Wie läuft doch alle Zeit zu End geflügelt und so gar behend dass es kein Aug kann sehen. Was hier recht angefangen kaum muss wie in einem Spiel und Traum bald wiederum vergehen.
2. Wo ist der ersten Welt ihr Mut, des Nimrods herrlich Jägergut; wo sind die grossen Riesen? Wo ist der schönste Absolon, der allerklügste Salomon; wer hat sie uns gewiesen? 3. Wo ist der Morgenländer Ruhm; wo ist das stolze Judentum, Jerusalems Getöne ? Wo ist des starken Simsons Macht, des Ahasverus2 grosse Pracht, wo Helena die Schöne? 4. Wo ist der Babyloner Thron; wo ist der Perser Kaiser Kron, und was ihr tut anhangen? Wo ist der Griechen Tapferkeit, der Römer Macht und Herrlichkeit? Sind wie ein Rauch vergangen,
5. Wo sind die Wunderwerk der Welt, Von denen man uns hat erzählt? Sind allesamt zerstoben. Wo sind so viel Tyrannen hin, die wohl gemeint, in ihrem Sinn, sie wollten ewig toben? 6. Wo sind die noch vor kurzer Zeit gestrebt nach Gut und Eitelkeit und konnten nicht satt werden? Viel, halt ich, wünschen, dass sie nie geboren worden oder hie gewesen wärn auf Erden. 7. Wie lange bleibet, was jetzt und noch etwas ist zu dieser Stund wirds nicht auch bald verschwinden? Drum meine Seele, sehne dich nach dem, das bleibet ewiglich; hier ist kein Ruh zu finden.
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