| lyric | 1. Wie sie so sanft ruhn, alle die Seligen, zu deren Wohnplatz jetzt meine Seele zieht! Wie sie so sanft ruhn in den Gräbern, tief zur Verwesung hinabgesenket!
2. Und nicht mehr weinen, hier wo die Klage blüht, Und nicht mehr trauern, hier, wo die Freude flieht, Und, von Zypressen sanft umschattet, Bis sie der Engel hervorruft, schlummern!
3. Wie wenn bei ihnen, schnell wie der Rose Pracht Dahingesunken, ruhend im Erdenschoss, Spät oder frühe, Staub bei Staube, Meine Gebeine begraben lägen?
4. Und ging im Mondschein einsam und ungestört Ein Freund vorüber, warm wie die Sympathie, Und widmetet dann meiner Asche, Wenn sie’s verdiente, noch ein eZähre?
5. Und seufzte, unsrer Freundscahft noch eingedenk, Voll frommer Schauers, tief’ in dem Busen: Ach, Wie er so sanft ruht! Ich vernähm’ es; Säuselnd erschien ihm dafür mein Schatten. |