Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

1. Wit und breit, fast überall,

Liedtext

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first_line1. Wit und breit, fast überall,
lyric1. Wit und breit, fast überall,
brichte d’Lüt vomÄmmetal;
doch a das tuet niemer dänke,
wie sie z’Langnau d’Geisse hänke.
Wär no nüt weiß vo der Gschicht,
los jitz uf mi Bricht.

2. Scho im grauen Altertum
hei sie z’Langnau gha dä Ruehm;
Doch vo däm wott i not stürme,
’s gäb ja notti nume z’mürme;
Nei,. mis Gschichtli isch ganz neu,
Glauebt’s uf mi Treu!

3. Im Äschschae z’Langnau inn
Chunnt es ere Geiß i Sinn,
Sie well ga nes Frässe sueche,
Chlätteret an es Öschli ueche,
Reckt u ma schier nit derzue
u tuet grüsli gnue.

4. Wo sie ärstig dra isch gsi,
Rütscht du ds Pörtli mi eren i;
I der Grippele blibt sie hange,
Zablet grad wie a’re Zange,
U vor luter Angst udn Weh
Schreit sie: Meh-e-eh!

5. Wo-n-es bal isch mi eren us,
Chunnt der Weibel z’Chammershus
Über d’Matte düre g’gange,
Gseht die Geiß da obe hange,
Däicht: Möcht i chli besser geh,
Abe wett se lah.

6. Är lauft gäge-me Hüsli zue!
„Luegit dert die Langnau-Chue!
Gaght se gschwind ga ahemache,
Süst vernäh de d’Lüt die Sache,
U mir müesse Groß und Chli
Früsch Geißhänker si.

7. I will hocke, dihr müeßt gah
Üse Schild ga ahelah!“
Druf si sie gar grüsli gsprunge,
hei im letschte Zug sie funge,
Hätt’s der Weibel nit gregiert,
Sie wär gwüß grebiert.
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