| lyric | 1. Wer singet im Walde so heimlich allein? „O du liebe, liebe Seel’, o mein einziges Kind! O weh!“ Und die Kirchenglocken, sie läuten darein, und das Scheiden und das Meiden, o wie tut das so weh! Ade, ich seh’ dich nimmermeh.
2. Der Vater kam aus dem Krieg und O du liebe Seel’ … und er sang, daß der Wald und das Feld erklang: Ach, das Scheiden …
3. Dein hab’ ich gedacht in Kampf und Not, O du liebe Seel’ … vom Morgen früh bis zum Abendrot. Ach, das Scheiden …
4. Ihr Träger lasset die Bahre steh’n! O du liebe Seel’ … ich muß noch einmal mein Kind doch seh’n: Ach, das Scheiden …
5. Und als er hub den Deckel vom Sarg, O du liebe Seel’ … und den Kranz, der des Kindes Angesicht barg: Ach, das Scheiden …
6. Der Vater auch kein Wort mehr sprach, O du liebe Seel’ … vor sehnendem Leid sein Herze brach. Ach, das Scheiden … |