| lyric | 1. Es mag sein, daß alles fällt, daß die Burgen dieser Welt um dich her in Trümmer brechen. Halte du dem Glauben fest, daß dich Gott nicht fallen läßt: Er hält sein Versprechen.
2. Es mag sein, daß Trug und List eine Weile Meister ist; wie Gott will, sind Gottes Gaben. Rechte nicht um Mein und Dein; manches Glück ist auf den Schein; laß es Weile haben.
3. Es mag sein, daß Frevel siegt, wo der Fromme niederliegt; doch nach jedem Unterliegen wirst du den Gerechten sehn lebend aus dem Feuer gehn, neue Kräfte kriegen.
4. Es mag sein, die Welt ist alt; Missetat und Mißgestalt sind in ihr gemeine Plagen. Schau dir's an und stehe fest: Nur wer sich nicht schrecken läßt, darf die Krone tragen.
5. Es mag sein, so soll es sein, faß ein Herz und gib dich drein; Angs und Sorge wird's nicht wenden. Streite, du gewinnst den Streit. Deine Zeit und alle Zeit stehn in Gottes Händen. |