Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

1. In allen meinen Taten

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first_line1. In allen meinen Taten
lyric1. In allen meinen Taten
laß ich den Höchsten raten,
der alles kann und hat;
er muß zu allen Dingen,
soll’s anders wohl gelingen,
mir selber geben Rat und Tat.

2. Nichts ist es spät und frühe
um alle meine Mühe,
mein Sorgen ist umsonst.
Er mag's mit meinen Sachen
nach seinem Willen machen;
ich stell es ganz in seine Gunst.

3. Es kann mir nichts geschehen,
als was er hat ersehen
und was mir selig ist.
lch nehm es, wie er's gibet;
was ihm mit mir beliebet,
das will auch ich zu jeder Frist.

4. lch traue seiner Gnaden,
die mich vor allem Schaden,
vor allem Übel schützt.
Leb ich nach seinen Sätzen,
so wird mich nichts verletzen,
nichts fehlen wird mir, was mir nützt.

5. Er wolle meiner Sünden
in Gnaden mich entbinden,
durchstreichen meine Schuld.
Er wird auf mein Verbrechen
nicht stracks das Urteil sprechen
und haben noch mit mir Geduld.

6. Leg ich mich späte nieder,
erwach ich frühe wieder,
lieg oder zieh ich fort,
in Schwachheit und in Banden
und was mir stößt zuhanden,
so tröstet kräftig mich sein Wort.

7. Was er für mich beschlossen,
dem will ich unverdrossen
mit ihm entgegengehn.
Kein Unfall unter allen
wird je zu hart mir fallen;
mit Gott will ich ihn überstehn.

8. lhm hab ich mich ergeben
zu sterben und zu leben,
sobald er mir gebeut.
Es sei heut oder morgen,
dafür laß ich ihn sorgen;
er weiß allein die rechte Zeit.

9. 5o sei nun, Seele, deine
und traue dem alleine,
der dich geschaffen hat.
Es gehe, wie es gehe;
dein Vater in der Höhe,
der weiß zu allen Sachen Rat.
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