| lyric | 1. Wenn der Herbst jeden Baum taucht in Gelb und Rosa, dann welkt auch mancher Traum, Poesie wird Prosa! Denn es muß der Student fort von seinem Mädelchen! Heidelberg ruft ans Werk, und nun heißt es gehn! Und sie stehn wie so oft bei der alten Linde, wo sie sich heiß geküßt unterm Laufgewinde … und sie weint, doch er sagt: Mädel, nimm es nicht zu schwer! Übers Jahr komm ich doch wiederum hierher.
Ref.: Wenn die kleinen Veilchen blühen, bin ich wieder bei dir, bei dir! Und wenn die Schwalben nach Hause ziehen, dann klopf ich leis an deine Tür. Wenn die kleinen Veilchen blühen, wie ein blaues Gedicht so licht, und schimmert wieder der weiße Flieder, dann bin ich wieder bei dir!
2. Und es fällt leis der Schnee und die Wünsche wandern … Jeder hat Sehnsuchtsweh, einer nach dem andern! Jeder träumt sich zurück in die sonnengoldne Zeit, wo der Wind süß und lind sang von Seligkeit! Und sie stehn oft im Traum bei der alten Linde, wo ein Herz pfeildurchbohrt friert in dunkler Rinde … Und er seufzt und sie seufzt: Ach, das Glück war abgrundtief! Und man schreibt jeden Tag sich den gleichen Brief: |