| lyric | 1. Wir ziehn mit Sang und Saitenspiel von einer Freud zur andern; ein junges Blut, das braucht nicht viel, kann ohne Sonne wandern. Die Sonnen bringen wir selber mit, die Gott im Herzen tragen und die mit edem neuen Schritt mit ihm ein Neues wagen.
2. So wandern wir weltaus und -ein und loben Gott und spielen und lassen alle Jägerlein nach Glück und Glanze schielen. Weil alles wächst und leucht’t und lacht un unsers Schöpfers Garten, will auch das Herze Tag nd Nacht auf neue Wunder warten.
3. So singen wir, wie’s Gott gefällt und wolln uns mit ihm freuen: ob seufzt und stöhnt die alte Welt, wir harren einer neuen. Wir harren einer neuen Zeit und wollen ihr gehören; Herr, was nach deinem Lichte schreit, kann keine Nacht zerstören.
4. So suchen wir und singen wir nach einem schönen Morgen, und nimmer der Sturm den Atem schier. Gott wird für Frieden sorgen. Der Seele wird ihr Recht bestellt; die Menschen werden Brüder, ruft’s, dass es durch die Gassen gellt, und Gott bringt Lob und Lieder. |