| lyric | 1. Des Nachts, wenn alles schläft und liegt in weichen Federbetten, wenn Fledermaus und Eule fliegt, Gespenster schleichen ’rum, dann geh’ ich wohlgemut umher mit meinem Stock von Ort zu Ort und rufe: Zeni gschlaga! Zeni gschlaga!
2. Seh’ cih die Mädels spät noch dann sich Rock und Mieder flicken, mach ich als wie der wilde Mann am Fenster meinen Spuck! Sie flieh’n ins Bett, keins red’t ein Wort. Ich gehe lachend wieder fort und rufe: Eilfi gschlaga! Eilfi gschlaga!
3. Kein Dieb, er sei auch noch so frisch, soll mir zu Leibe kommen. Gleich pack’ ich, wie ein Flederwisch bei seinem Arm ihn fest. Und ist er in das Loch gebracht, so geh ich wieder die Nacht und rufe: Zwölfi gschlaga! Zwölfi gschlaga!
4. Seh ich die Stenre gross und schön wie Lampen in den Klüften, dort schimmernd an dem Himmel stehn in hoher, blauer Luft, so wird es hell in meinem Sinn, ich geh’ an meinen Postn hin und rufe: Eins hat’s gschlaga! Eins hat’s gschlaga!
5. Wenn bald die Morgenröte lacht, und wenn die Kirchturmglocke ihr helles „Tingtang, Tingtang!“ macht, geh’ ich mit meinem Stock in meine Kammer hoch hinauf zu rufen: Zwei hat’s gschlaga! Zwei hat’s gschlaga! |