Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

1. Des Nachts, wenn alles schläft und liegt

Liedtext

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first_line1. Des Nachts, wenn alles schläft und liegt
lyric1. Des Nachts, wenn alles schläft und liegt
in weichen Federbetten,
wenn Fledermaus und Eule fliegt,
Gespenster schleichen ’rum,
dann geh’ ich wohlgemut umher
mit meinem Stock von Ort zu Ort
und rufe: Zeni gschlaga! Zeni gschlaga!

2. Seh’ cih die Mädels spät noch dann
sich Rock und Mieder flicken,
mach ich als wie der wilde Mann
am Fenster meinen Spuck!
Sie flieh’n ins Bett, keins red’t ein Wort.
Ich gehe lachend wieder fort
und rufe: Eilfi gschlaga! Eilfi gschlaga!

3. Kein Dieb, er sei auch noch so frisch,
soll mir zu Leibe kommen.
Gleich pack’ ich, wie ein Flederwisch
bei seinem Arm ihn fest.
Und ist er in das Loch gebracht,
so geh ich wieder die Nacht
und rufe: Zwölfi gschlaga! Zwölfi gschlaga!

4. Seh ich die Stenre gross und schön
wie Lampen in den Klüften,
dort schimmernd an dem Himmel stehn
in hoher, blauer Luft,
so wird es hell in meinem Sinn,
ich geh’ an meinen Postn hin
und rufe: Eins hat’s gschlaga! Eins hat’s gschlaga!

5. Wenn bald die Morgenröte lacht,
und wenn die Kirchturmglocke
ihr helles „Tingtang, Tingtang!“ macht,
geh’ ich mit meinem Stock
in meine Kammer hoch hinauf
zu rufen: Zwei hat’s gschlaga! Zwei hat’s gschlaga!
language ISO 639deu = german / allemand / deutsch / deutsch
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