| lyric | 1. Die Abendglocken klingen, das Tagwerk ist vollbracht; es sinkt auf heil’gen Schwingen herab die stille Nacht. Sie spendet süßen Schlummer, versüßt und Leid und Kummer, ein Gott im Himmel wacht, in stiller Nacht.
2. Es leuchten Mond und Stern am hohen Himmelszelt; aus lichterfüllter Ferne bestrahlen sie die Welt. Dort thront der Heil’ge, Hehre, ihm Lob’ und Preis und Ehre, der unser Leben hält, dem Herrn der Welt!
a) Die Sabbathglocken hallen voll hoher Majestät; die freien Schweizer wallen, heut’ alle zum Gebet. Der Andacht Lieder tönen, es schwingt im frommen Sehnen sich unser Herz empor; neig’ uns, o Herr, dein Ohr!
b) Groß ist, was Gottes Gnade dem Schweizervolke gab; doch weichen von dem Pfade des Guten wir oft ab. Wir fühlen das mit Reue und stehen heut’ auf’s Neue zu Gottes Vaterhuld: Trag’, Vater, trag’ mit uns Geduld! |