| lyric | 1. Der Tell sei uns gepriesen! Sein lauter Ruhm erschallt auf Uris grünen Wiesen und steiler Bergeshald’; im ganzen Schweizerlande hat er den besten Klang; es sprengte unsre Bande mit seinem Bogenstrang.
2. Ein Waidmann sondergleichen, ein Kämpe seltner Art, ohn’ Wanken, ohne Weichen sein gutes Stammrecht wahrt! Die treu sich ihm ergeben, nimmt Tell in Acht und hort, und die im Sturm erbeben, führt er zum sichern Port.
3. Verschmähte sich zu bücken dem stolzen Gesslerhut; da halfen keine Tücken, es schützt kein Uebermut! Der mit dem ersten Pfeile den Apfel schoss entzwei, trifft über kurze Weile ins Herz die Tirannei!
4. Und rasch wie er gewendet der harten Knechtschaft Loos, so fromm hat er geendet in klühler Welle Schoos. Nicht zwangen Not und Ketten den trotzig kühnen sinn, doch galt’s ein Kind zu retten, gab er sein Leben hin.
5. Wohlan denn lasst uns singen einLied mit Kraft und Lust! Dem Vater Tell soll’s klingen aus freier voller Brust! Für Völker und für Zeiten erglänzt seinBildniss hell, und ob Gelehrte streiten, es lebe unser Tell! |