| lyric | Auf den Bergen wohnt die Freiheit, auf den Bergen ist es schön, wo des Königs Ludwig Zweiten alle seine Schlösser stehn.
Allzu früh muß er sich trennen, fort von seinem Lieblingsplatz: ja, Neuschwanstein, stolze Feste, warst des Königs liebster Schatz!
Allzu früh mußt er von dannen, man nahm ihn dort mit Gewalt, gleich wie Barbarn hams dich b’handelt, fort geführt dich durch den Wald.
Mit Bandarsch und Kloriformen, traten sie behendig auf. Und dein Schloß mußt du verlassen, und kommt nimmer mehr hinauf!
Nach Schloß Berg hams dich gefahren, in der letzten Lebensnacht, da wurd’st du zum Tod verurteilt, noch in sel’ger grauen Nacht.
Und geheime Meuchelmörder, deren Namen man nicht kennt, haben ihn in’ See neig’stossenm, indem sie ihn von hint’ ang’rennt.
Lebe wohl, du guter König, in dem kühlen Erdenschoss. Von dort oben kannst du nie mehr runter in dein stolzes Schloss!
Ja du bautest deine Schlösser zu des Volkes Wohlergehn. Ja Neuschwanstein, Allerschönste! kannst du noch in Bayern sehn. |