| lyric | 1. Ach, das Herz, das tut mir bluten, wenn ich denk’ an die Geschicht: Wie zu Hamburg eine Mutter ihrem Kind das Urteil sprcht.
___
1. Ach, wie muss das Herz mir bluten, wenn ich denk an die Geschicht, wie in Hamburg eine Mutter, ihrem Kind das Urteil spricht.
2. Kaum war ihr ein Kind geboren, kaum war es zwei Jahre alt, hat sie ihren Mann verloren, und sie war ne Wittwe bald.
3. Einer wollt sie heiraten, aber wenn das Kind nicht wär, uns sie liess dem Manne sagen, dieses Kind lebt lang nicht mehr.
4. Eines morgens in der Frühe, nahm sie das Kindlein bei der Hand, führt es in den dunklen Keller, hinter Riegel, Schloss und Wand.
5. Eines morgens in der Frühe, schrie das Kind vor Hungersnot, liebe Mutter, hab Erbarmen, gib mir doch ein Stücklein Brot.
6. Doch die Mutter wollt nichts hören, liess das Kind noch tagelang, bis es endlich war gestorben, in dem Keller auf dem Sand.
7. Als die Hochzeitsglocken läutetetn, führte er sie zum Altar, als die Totenglocken läuteten, hängte man sie vor dem Tor. |