| lyric | 1. Am Waldrand steht ein Tannenbaum, mit lustig schwankenden Wipfel, da schwingen sich, husch, zwei Vöglein drauf zu oberst auf den Gipfel.
Sie blicken herab in den Wald hinein und singen so laut, und singen si fein. Weiß wohl, was euch beiden so wohl gefällt: Nichts Schöneres gibt’s ja in Gottes Welt, als der Wald im roten, goldenen Abendschein.
2. O könnt’ ich schau’n mit euch herab, ihr Vöglein, auf all den Schimmer, auf’s funkelnde Grün, auf das zitternd Licht, auf’s neckisch holde Geflimmer.
Und säh’ ich, wie ihr in die Prachl hinein mit einem Mal, o wie schön müsst es sein! Denn mir und euch nichts so wohlgefällt und Schöneres gibt’s nicht in Gottes Welt als der Wald im roten, goldenen Abendschein.
3. Und ist der letzte Sonnenstrahl spät aus dem Walde geschieden, und sinkt hernieder die stille NAcht mit ihrem seligen Frieden,
da fliegen die Vöglein in’s Nest hinein, und dann noch im Traume klinget es fein! Viel Schönes gibt’s wohlwas uns gefällt, doch Schöneres gibt’s nicht in Gottes Welt, als der Wald im roten, goldenen Abendschein. |