Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

Arbeitsam und wacker

Liedtext

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first_lineArbeitsam und wacker
lyricArbeitsam und wacker
pflügen wir den Acker.
singend auf und ab.
Sorgsam trennen wollen
wir die lockern Schollen,
unsrer Saaten Grab.

Auf und abwärts ziehend
furchen wir, stets fliehend
das erreichte Ziel.
Wühl’, o Pflugschar, wühle!
Aussen drückt die Schwüle;
Tief im Grunde ist es kühl.

Neig den Blick zur Erde,
lieb und heimlich werde
uns ihr dunkler Schoss.
Hier ist doch kein Bleiben,
ausgesät zerstäuben
ist auch unser Los.

Säet froh im Hoffen,
Gräber stehen offen
Fluren sind bebaut,
deckt mit Egg und Spaten
die versenkten Saaten,
und dann Gott vertraut!

Gottes Sonne leuchtet,
lauer Regen deckt
das entkeimte Grün.
Flock’, o Schnee und strecke,
deine Silberdecke schirmend
darüberhin!

Ernten werden wanken,
wo nur Körner sanken,
Mutter Erde ist treu.
Nichts wird hier vernichtet,
und Verwesung sichtet
nur vom Keim die Spreu.

Die vor uns entschliefen,
schlummernd, in die Tiefen
ihrer Gruft gesät,
länger wir des säumen,
bis die Gräber keimen,
Gottes Saat ersteht.

Wer um Tote trauert,
glaub’ es, ewig dauert
nicht der Aussaat Zeit.
Aus enthülster Schale
keimt im Todestale
Frucht der Ewigkeit.
language ISO 639deu = german / allemand / deutsch / deutsch
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