| lyric | Arbeitsam und wacker pflügen wir den Acker. singend auf und ab. Sorgsam trennen wollen wir die lockern Schollen, unsrer Saaten Grab.
Auf und abwärts ziehend furchen wir, stets fliehend das erreichte Ziel. Wühl’, o Pflugschar, wühle! Aussen drückt die Schwüle; Tief im Grunde ist es kühl.
Neig den Blick zur Erde, lieb und heimlich werde uns ihr dunkler Schoss. Hier ist doch kein Bleiben, ausgesät zerstäuben ist auch unser Los.
Säet froh im Hoffen, Gräber stehen offen Fluren sind bebaut, deckt mit Egg und Spaten die versenkten Saaten, und dann Gott vertraut!
Gottes Sonne leuchtet, lauer Regen deckt das entkeimte Grün. Flock’, o Schnee und strecke, deine Silberdecke schirmend darüberhin!
Ernten werden wanken, wo nur Körner sanken, Mutter Erde ist treu. Nichts wird hier vernichtet, und Verwesung sichtet nur vom Keim die Spreu.
Die vor uns entschliefen, schlummernd, in die Tiefen ihrer Gruft gesät, länger wir des säumen, bis die Gräber keimen, Gottes Saat ersteht.
Wer um Tote trauert, glaub’ es, ewig dauert nicht der Aussaat Zeit. Aus enthülster Schale keimt im Todestale Frucht der Ewigkeit. |