| lyric | 1. Auf grünem Hügel steht der Mai, der fröhliche Geselle, will halten eine Symphonei mit seiner Hofkapelle. Er schwingt mit Fleiß ein grünes Reis mit Blüthen, rosenrothen. Es ist die Flur Partitur, ja Blumen sind die Noten.
Herbei, herbei, ihr Sänger all, und setzt euch um den Bronnen! Frau Lerche und Frau Nachtigall, das sind die Primadonnen. Die Emmeriz, der Stiegelitz, die singen im Duette, der Spatz im Rohr verstärkt den Chor und bläst die Klarinette.
Der Fink, der Fink, der liederreiche Fink, der Zeisig, der Zeisig, darf nicht fehlen. Und weil der Kauz nicht singen kann, muß er die Pausen zählen. Der Kuckuck schreit und im Getreid das Rebhuhn und die Wachtel, es klopft der Specht, der Jägersknecht, die Viertel und die Achtel.
Und alles, was auf Sechsen geht, will auch nicht länger schweigen. Der Heuschreck schlägt das Hackebrettm die lust’gen Grillen geigen. Es summen zart nach Harfenart die Biene und die Hummel, Maikäfer braun bläst die Posaun, Baumschröter schlägt die Trummel.
Nun heben auch die Hirsche an, im Tanneforst zu röhren; die Kuhg auf grünem Wiesenplan läßt ihre Stimme hören. Dazu die Geis und Lämmlein weiß und braun gefleckte Kälber. Ich weiß es nicht, wie mir geschicht, ich glaub, ich singe selber. |