| lyric | 1. Das Feld ist weiss, die Ähren neigen, um ihrem Schöpfer Ehre zu erzeigen, Sie rufen: Schnitter, lass die Sense klingen und unsers Herren Lob zum Himmel dringen.
2. Ein Jahr, Allgütger, ließest du es währen, bis uns gereift die Saat, sie soll uns nähren. Nun du sie gibest, sammeln wir die Gabe; von deiner Huld kommt alle unsre Habe.
3. Wenn du, Herr, sprichst dein göttliches: „Es werde“, füllt sich mit reichen Gaben bald die Erde. Wenn du dich abkehrst, müssen wir mit Beben in Staub uns wandeln, können wir nicht leben.
4. Wir, dein Gesinde, wollne gern ertragen im Schweiß des Angesichts der Arbeit Plagen; nun segne, Vater, unsrer Hände Werke, schenk uns Gesundheit, neue Kraft und Stärke.
5. Wir wollen kindlich zu Gott Hoffnung heben und auch den Armen spenden von dem Segen; gab er uns wenig, und dabei bescheiden, gab er uns reichlich, unnütz nichts vergeuden.
6. Sein sind die Güter, wir nur die Verwalter. „Tu Rechnung“, spricht der Ewge zum Haushalter. Wie reife Garben wird nach kurzen Tagen der Tod uns mähen und zum Grabe tragen.
7. Zur Ernte reift der Leib. Hilf vom Verderben, laß täglich, Herr, durch Buße in uns sterben Lust und Begierde; mehr in uns den Glauben, laß nicht den Feind uns Lieb und hoffnung rauben.
8. Am Den, nimm, Jesu, in die Himmelsscheuern auch unser Seelen, Ruhtag dort zu feiern. Die hier mit Tränen streuen edlen Samen, werden mit Freuden droben ernten. Amen. |