| lyric | 1. Der Abend ist gekommen, das Glöcklein ruft zur Ruh, der Hirte mit den Schäflein zieht froh dem Dorfe zu. Es singt mit heller STimme ein fröhlich Abendlied, daß durchdie stillen Fluren es weithin schallend zieht.
2. Der Bauer treibt vom Felde die Kühe still nach Haus. Die Mutter an dem Herde kocht schon den Abendschmaus, Die Taube fliegt zum Schlage; das Huhn schläft schon im Stall. Ein Sternlein seh ich blinken, und still wird’s überall.
3. Das Vöglein in dem Walde schlüpft müde in sein Nest, Das Kindlein in der Wiege, das schläft schon sanft und fest. Der Abend ist gekommen; das Glöcklien ruft zur Ruh, und alles, nah und ferne, schließt müd die Augen zu.
4. Nur Gott, der treue Hüter, der schläft und schlummert nicht; sein Aug ist ni geschlossen, ist ewig wach und licht, Er sendet tausend Engel wohl in der stillen Nacht, die halten bei den Frommen auf Erden treue Wacht. |