| lyric | 1. Der Frühlings naht mit Brausen, er rüstet sich zur Tat und unter Sturm und Sausen keimt still die grüne Saat, drum wach, erwach, du Menschenkind, daß dich der Lenz nicht schlafend find’t!
2. Tu ab die Wintersorgen, empfange frisch den Gast, er fliegt wie junger Morgen, er hält nicht lange Rast. Die Knospe schwillt, die Blume blüht, die Stunde eilt, der Frühling flieht! Drum wach, erwach, du Menschenkind, daß dich der Lenz nicht schlafend find’t!
3. Dir armen Menschenkinde ist wund und weh um’s Herz? auf, spreng getrost die Rinde, schau mutig frühlingswärts! Es schmilzt das Eis, die Quelle rinnt, dir taut der Schmerz und löst sich lind.
Und wie die Vöglein leise anstimmen ihren Chor, so schall’ auch deine Weise aus tiefster Brust hervor. Bist nicht verarmt, bist nciht allein, umringt von Sang uns Sonnenschein! |