| lyric | 1. Du prächt'ger, lichter Blütenbaum, o könnt’ ich deuten deinen Traum! Verstünd’ ich deiner Zweige Rauschen, was sie für süße Worte tauschen. Verstünd’ ich’s, was geheimer Weise sich anvertrau’n die Veilchen leise, da könnt ich singen und sagen ganz: Wie reich, o Lenz, und wie schön ist dein Glanz!
2. Waldvöglein, was du singest hold, ihr Weste, was ich lispeln wollt, verstünd’ ich wohl, mein Bächlein helle, was lustig plaudert deine Welle! Wenn Lüfte würde mir zutragen, was Sonn’ und Himmelblau sich fragen, da könnt’ ich singen und sagen ganz: Wie reich, o Lenz, und wie schön ist dein Glanz!
3. Und könnt’ ich fassen in ein Lied, was durch das tiefste Herz mit zieht, wenn drinnen nicht versenket bliebe mein Traum, mein Glück und meine Liebe! Wenn alles züg im Jubeldrange hin durch die Welt in vollem Klange. da könnt’ ich singen und sagen ganz: Wie reich, o Lenz, und wie schön ist dein Glanz! |