| lyric | Ich habe' den ganzen Vormittag auf meiner Kneipt studiert. drum sei nun auch der Nachmittag dem Bierstoff dediciert. Ich geh nicht eh’r vom Platze heim, als bis die Wächter zwölfe schei’n. ___
1. Ich hab’ den ganzen Vormittag in einem fort studieret, drum sei nun auch der Nachmittag dem Bierstoff dedicieret! Ich geh’ nicht eh'r vom Platze heim, bis dass die Wächter zwölfe schrei'n! Vivallerallallallerala 2. Schlepp' er, Herr Wirt, nur immerhin ’mal meinen Stiefel bei, es kommt mir vor in meinem Sinn, als ob ich durstig sei. Und dir, mein lieber Freund, sei jetzt ein halber Schoppen vorgesetzt! 3. Was ist des Lebens höchste Lust? Die Liebe und der Wein! Wenn‘s Liebchen ruht an meiner Brust, dünk' ich mir Fürst zu sein! Und bei dem edlen Gerstensaft träum' ich von Kron‘ und Kaiserschaft. 4. Wer nie der Schönheit Reiz empfand, wer sich nicht freut beim Wein, dem reich’ ich nie als Freund die Hand, mag nicht sein Bruder sein! Sein Leben gleicht, wie mir es dünkt, dem Felde, das nur Dornen bringt. 5. Schon oft hab' ich, bei meiner Seel’, darüber nachgedacht, wie gut's der Schöpfer dem Kamel und wie bequem gemacht; es trägt ein Fass im Leib daher, wenn nur statt Wasser Bier drin wär’! 6. Herr Wirt, nehm' er das Glas zur Hand und schenk' er wieder ein! Schreib’ er’s nur dort an jene Wand, gepumpet muss es sein! Sei er fidel, ich lass' ihm ja mein Cerevis zum Pfande de! 7. Zu guter Letzte scheint mir‘s noch, als wär' ich fast bekneipt; ihr lieben Freunde, sagt mir doch, wo der Verstand mir bleibt; mein Auge lallt, die Nas' ist schwer und meine Zunge sieht nicht mehr!
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