| lyric | 1. Ich rühme mir mein Dörfchen hier, denn schön’re Auen als ringsumher die Blicke schauen, blüh’n nirgends mehr.
Die Blicke schauen, Blüh'n nirgends mehr. Dort Ährenfelder Und Wiesengrün, Dem blaue Wälder Die Grenze zieh'n, An jener Höhe Die Schäferei, Und in der Nähe Mein Sorgenfrei. So nenn' ich meine Geliebte, Meine kleine Einsiedelei, Worin ich lebe Zur Lust erweckt*), Die ein Gewebe Von Ulm' und Rebe Grün überdeckt. Dort kränzen Schlehen Die braune Kluft, Und Pappeln wehen In blauer Luft. Mit sanftem Rieseln Schleicht hier gemach Auf Silberkieseln Ein heller Bach, Fließt unter den Zweigen, Die über ihn Sich wölbend neigen, Bald schüchtern hin.
Lässt bald im Spiegel Den grünen Hügel, Wo Lämmer geh'n, Des Ufers Büschchen Und alle Fischchen Im Grunde seh'n. Da gleiten Schmerlen (eine Fischart) Und blasen Perlen, Ihr schneller Lauf Geht bald hernieder Und bald herauf Zur Fläche wieder!
O Seligkeit, Dass doch die Zeit Dich nie zerstöre, Mir frisches Blut Und frohen Mut Stets neu gewähre. |