Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

1. Ei, wie so töricht ist, wenn man's betrachtet,

Liedtext

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first_line1. Ei, wie so töricht ist, wenn man's betrachtet,
lyric1. Ei, wie so töricht ist, wenn man's betrachtet,
wer einem Leinenweber seine Arbeit verachtet.
Kein Mensch auf dieser Welt, der seine Arbeit nicht bestellt,
jeder muss sagen: Leineweber muss man haben.

2. Wenn ein klein Kind auf die Welt wird geboren,
wird ja dem Leineweber seine Arbeit auserkoren
in ein feines Windelein wird es gewickelt ein,
Bänder gewebet man darum leget.

3. Wenn sich ein Jungfrau auf’s schönste will zieren,
muß sie dem Leineweber seine Arbeit erküren:
ein feines Hemdelein, um und um Spitzelein,
ein neues Kleid mit Lust und Freude.

4. Kaiser und König und mächtige Herren
können dem Leineweber seine Arbeit nicht entbehren:
ziehen sie in das Feld, sind vor den Feind gestellt,
zum Zeltaufschlagen Leineweber muß man haben.

5. Als unser Heiland zum Leiden ist kommen,
hat er dem Leineweber seine Arbeit genommen:
in eine feins Tüchelein drückt er sein Antlitz ein,
tät sich verneigen der Welt zum Zeichen.
language ISO 639deu = german / allemand / deutsch / deutsch
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