| lyric | Es war ein Kind, das wollte nie zur Kirche sich bequemen, und Sonntags fand es stets ein Wie, den Weg in’s Feld zu nehmen.
Die Mutter sprach: „Die Glocke tönt, und so ist dir’s befohlen; und hast du dich nicht hingewöhnt, sie kommt und wird dich holen.“
Das Kind, es denkt: Die Glocke hängt da droben auf dem Stuhle. Schon hats den Weg ins Feld gelenkt, als lief es aus der Schule.
Die Glocke tönt nicht mehr. Die Mutter hat gefackelt. Doch welche ein Schrecken! hinterhet die Glocke kommt gewackelt.
Sie wackelt schnekkl, man glaubt es kaum! Das arme Kind im Schrecken; es lauft, es kommt als wie im Traum: die Glocke wird es decken.
Doch nimmt es richtig seinen Husch, und mit gewandter Schnelle eilt es durch Anger, Feld und Busch zur Kirche und Kapelle.
Und jeden Sonn- und Feiertag gedenkt es anden Schaden, läßt durch den ersten Glockenschlag nicht in Person sich laden. |